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Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft
für Suchtkranke und Angehörige


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20.11.2017: Bundesweites Kreuzbund - Projekt "dazugehören"

Das Projekt hat schon am 15. Juli 2017 In Herzogenrath in Zusammenarbeit mit dem DV-Aachen stattgefunden. Doch darauf folgten noch zahlreiche  Fachtage "dazugehören" in anderen Diözesen und um die Ergebnisse nicht zu beeinflussen, veröffentlichen wir die Ergebnisse unserer Fachtagung erst jetzt - nach dem letzten bundesweiten Fachtag "dazugehören".

Das Ziel der Veranstaltung war, das Zugehörigkeits-Gefühl – „Wir-Gefühl“ im Kreuzbund zu stärken. Dazu sollte zu zwei Themen nach dem Modell des World-Café  gearbeitet werden.

 

 

 

 

 

 

1. Verbesserung der „Willkommenskultur“

Bei der „Willkommenskultur“ ging es um mehr als eine Begrüßungsstruktur, es ging um persönliche Haltungen.

2. Zentrale Kernbotschaften

Bei den Kernbotschaften ging es nicht darum Sätze zu formulieren, sondern die  Dinge zu benennen mit denen wir punkten können, z.B.:

  • Was zeichnet uns aus, warum gibt es uns, warum sind wir gut, warum tun wir einfach gut?

Michael Tremmel, Referent des Bundesverbandes, führte in die Themen ein und stellte  die Methode und Spielregeln des World-Café vor. Es gab sechs Tische mit je acht Teilnehmenden an einem Tisch. In der ersten Gesprächsrunde ging es um die „Willkommenskultur“ mit sechs Unterfragen, sodass an jedem Tisch eine  andere Frage zum Thema bearbeitet wurde. Den Fragen wurden nach Wichtigkeit Punkte zugeordnet.

Verbesserung der Willkommenskultur

Was soll ein Neuer/eine Neue beim Erstbesuch in der Gruppe wahrnehmen?
Wie machen wir das? 16 Punkte

Ergebnis: Wertschätzung – Offenheit - Sensibilität -  geschützter Raum
- Erreichbarkeit ist wichtig - es gibt persönliche Ansprechpartner
- Angebot zum Vorgespräch (vor dem Gruppenabend) - Hemmschwelle senken
- Gefühl geben, willkommen zu sein, so wie er/sie ist (mein Weg muss nicht dein Weg sein)
- Verschwiegenheit der Gruppe
- auf keinen Fall Selbstdarstellung (Karriere) der Gruppenmitglieder
- dem Neuen Raum geben –  zuhören und  reden
- Mut machen ,wieder zu kommen – richtiger Weg
- tolerante Haltung  und Akzeptanz (andere Suchtform, Kultur,usw.)
- evt. einen Paten anbieten (Telefonnummer und Kontaktmöglichkeit benennen)
- Pate hält Kontakt, evt. Rückfrage nach dem Erstbesuch, Befinden, Rückmeldung?
- ggf. auch Alternativgruppen aufzeigen (z.B. bei Überforderung der Gruppe)

  • Haltefähigkeit – Was muss geschehen, damit der Neue wiederkommt? 11 Punkte
    Ergebnis: Hilfe – emotionale Bindung   – Freiwilligkeit –  Sicherheit

    - Vertrauensbildung-durch persönlichen Kontakt, Authentizität, Offenheit und Ehrlichkeit
    - den persönlichen Weg des Neuen respektieren, andere Meinungen akzeptieren
    - Freiwilligkeit gewährleisten – freie Wahl der Gruppe
    - Zielvereinbarung treffen – Verbindlichkeit fördern (fördern und fordern mit Maß),das Ziel ist
       ein Magnet, dafür nimmt man auch einen schlechten Weg in Kauf
    - Rückmeldung  - Veränderungen oder Verbesserungen
    - Losten /Paten anbieten
    - ggf. Alternativgruppen oder andere Hilfeangebote aufzeigen – professionelle Hilfe/Therapie
     
  • Wie werden Rückkehrende oder Rückfällige am besten willkommen geheißen? 9 Punkte

Ergebnis: offen – wertfrei – ermutigend – einfühlsam
-Differenzierung zwischen Rückkehrer/in und Rückfälligen
-Rückfällige nicht bedrängen, keine Vorwürfe oder Schuldzuweisung

- offene Aufnahme, keine Ausgrenzung

- nicht bohren und fragen nach Gründen
- positive Rückmeldung geben, die Chance in der Krise sehen
- Mut machen den Rückfall in der Gruppe aufzuarbeiten
- Rückkehrende offen wieder aufnehmen. Keine Vorwürfe!
-Zeit und Raum geben an altbekannte Strukturen wieder anzuknüpfen
 

  1. „Persönliche Lotsen in der Gruppe“ Wie könnte das gehen? 2Punkte

 

Ergebnis: Denkbares Modell
- Freiwillige Basis, sowohl für den Lotsen als auch für den zu Lotsenden
- Aufgaben des Lotsen – Kontakt halten, Begleitung zu Behörden, Suchthilfe, in die Therapie
- Voraussetzung des Lotsen – Stabilität, gefestigte Persönlichkeit, Mitglied in einer Gruppe
- Achtsamkeit für sich selbst – keine Überforderung, Grenzen der Betreuung
- Vereinbarung von Regeln, begrenzte Zeit
- Lotse hat durch seine Tätigkeit eine Vorbildfunktion (Orientierung)
- keine Bevormundung

 

  •  „Vernetzung“- Mit wem und wie muss die Gruppe vor Ort bekannt, verbunden sein?

              2 Punkte

Ergebnis: Vernetzung ist Öffentlichkeitsarbeit und bringt Vorteile
-nach außen:
alle Institutionen, die mit Sucht zu tun haben Beratungsstellen, Kliniken,…)
Behörden –  Sozialamt, Job-Center, Arbeitsamt, Gesundheitsamt, Krankenkassen,…)
Caritas u,. andere Wohlfahrtsverbände, Pfarrgemeinden
Öffentlichkeit, Nutzung der Medien (Webseite, Foren, Facebook,…) Presse
Persönliche Kontakte nutzen den KB bekannt zu machen  (Freundeskreis, Bekannte, usw.)
-nach innen:
Gruppen untereinander – Austausch auf Regionalebene
Fachtage, Seminare – gemeinsame Bildung u. Austausch
Regionalbeauftragte – Bindeglied zwischen Gruppen und DV

          

  • Willkommenskultur verbessern/ganz neu erfinden. Ideen? Wie machen wir das? 2 Punkte

Ergebnis: Kreativität ist gefragt, Experimente

- Info- oder Schnuppergruppen bilden
- Persönlichen Kontakt vorher herstellen, vor der Tür abholen (Geh-Struktur)
- Vom Stuhlkreis zur Decke auf der Wiese
- Gruppenrituale ändern
- Nur wenige Gruppenregeln
- Patenschaft anbieten – Begleiter auf Zeit
- Über gemeinsame Freizeitaktivitäten, Interessen oder Vorlieben zum Suchtgespräch

 

Zentrale Kernbotschaften

  • Was macht uns als Kreuzbund attraktiv und verleiht uns Gewicht? Womit können wir punkten?

Ergebnis: Toleranz , Vielfalt, Größe, Fachlichkeit und Flexibilität befördern die Weiterentwicklung
- der KB ist Fachverband vom Caritasverband
- der KB ist der größte Sucht-Selbsthilfeverband in Deutschland
- Freiwilligkeit
- gemischte Gruppen
- Einbindung der Angehörigen
- konfessionsoffen
- eine Solidargemeinschaft – sprechen die gleiche Sprache
- flächendeckendes Angebot (im ländlichen Bereich nicht immer)
- die Gruppen haben trotz Verband einen großen Gestaltungsspielraum – kein Korsett
- Verband schafft Rahmenbedingungen , ist Dienstleister für die Untergliederungen und
   Gruppen
- Vielfalt, Offenheit, Respekt, Akzeptanz, Toleranz und Verbundenheit (hohe Werte)
- breites Bildungsangebot, großer Erfahrungsschatz, Betroffenenkompetenz
- Persönlichkeitsentwicklung
- geschulte Gruppenleitungen
- Erfolgszahlen-Statistik
- Lobby in Fachkreisen (Krankenkassen, DRV, Caritas, Wohlfahrtsverbände…Kirche u. Politik)
- nicht in allen Kirchengemeinden vor Ort und in der kommunalen Politik ist der Kreuzbund

  bekannt. Die Öffentlichkeit des Kreuzbundes sollte noch verbessert werden

  • Was ist unsere  Botschaft oder Argument, warum andere zu uns kommen –   und  auch bleiben?

             Ergebnis:  Claim/treffende Marke für das Wirken des Kreuzbundes finden – mit der Marke
             für den Kreuzbund werben

- Raus aus der Isolation – im Kreuzbund bin ich /bist du nicht alleine/gemeinsam nicht einsam
- Kreuzbund –  ein Stück Lebenshilfe
- Kreuzbund – eine gute Wahl!
- (Alkohol) – Frei – Zeit
- Selbsthilfe selbst erleben
- Kreuzbund – frei und unabhängig!
- Bleib am Kommen – dann kommt das Bleiben!
- Alle im Boot – und keinen mehr im Kahn.
- einziger Verband mit Menschen im Logo

Es herrschte während der gesamten Veranstaltung  eine positive Atmosphäre. Die Anwesenheit von Franz Kellermann und Michael Tremmel wurde von den Teilnehmenden als Wertschätzung empfunden. Die Arbeitsform des World-Café hat sich als lebendig und motivierend erwiesen.

 

 

 

 

02.09.2017: Theaterprojekt im Kreuzbund DV Mainz e. V.

Josef-Neumann-Stiftung unterstützt Theaterprojekt
Eine gelungene Auftaktveranstaltung im Kreuzbund DV Mainz

Hajo zeigt Wege aus der Sucht

Akkordeon, Wollmütze und Arbeitskittel – mehr Requisiten brauchte „Konny‘s Theaterwerkstatt“nicht für ein berührendes Stück über die Sucht. Unter dem Motto „Willkommen im Kreuzbund – ich gehöre dazu“ hat der Diözesanverband Mainz das Projekt „Konny’s Theaterwerkstatt“ gestartet.

Tanzpädagogin und Projektleiterin Konny Pielmeier präsentierte das Theaterprojekt Anfang des Jahres auf der jährlichen Eröffnungsveranstaltungdes Kreuzbundes in Mainz vor über 100 Besuchern.Zunächst stellten die Projektteilnehmer den Weg aus der Sucht pantomimisch dar. Dann wurde es sehr lebhaft auf der Bühne und die Gruppe trug den selbst getexteten „Kreuzbund-RAP“ vor, begleitet am Akkordeon von Konny Pielmeier. Anschließend führten die Darsteller das Theaterspiel „Hajo und seine Geister“ auf, das den Weg aus der Sucht in eine zufriedene Abstinenz mit Hilfe des Kreuzbundes beschreibt.

Die Theatergruppe zeigte auf eindrucksvolle Weise, dass man auch ohne großen Aufwand berührendes Theater machen kann, und bekam für die unterhaltsame Aufführung viel Applaus. Die Theatergruppe plant nun nicht nur eine Wiederholung des Stückes, sondern hat auch bereits neue Ideen für zukünftige Aufführungen entwickelt.

Quelle: "inKontakt 3/2017, Regionalausgabe Rheinland-Pfalz/Saarland“

Dank gilt an dieser Stelle der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland und der Josef Neumann Stiftung des Kreuzbundes, ohne deren finanzielle Unterstützung dieses  Projektes nicht möglich wäre.

www.kreuzbund.de
www.josef-neumann-stiftung.de

 

19.05.2017: Bundesdelegierten-Versammlung in Siegburg

Kreuzbund bestätigt seine Spitze

Siegburg / Hamm, 22. Mai 2017. Der Kreuzbund, Fachverband des Deutschen Caritasverbandes und größter deutscher Sucht-Selbst-hilfeverband mit rund 20.000 Gruppenbesucherinnen und -besuchern, hat auf seiner Bundesdelegiertenversammlung vom 19. bis 21. Mai 2017 in Siegburg  einen neuen Bundesvorstand gewählt. 

Andrea Stollfuß (59) aus Bonn ist einstimmig in ihrer Funktion als Bundesvorsitzende bestätigt worden. Die gelernte Krankenschwester hatte das Amt vor sechs Jahren übernommen. Sie ist selbst alkoholkrank und seit 2002 Kreuzbund-Mitglied. Seit  2005 hat sie unterschiedliche ehrenamtliche Funktionen im Kreuzbund inne, u.a. den Vorsitz des Kreuzbund-Diözesanverbandes Köln. Die verheiratete Mutter von zwei erwachsenen Söhnen will sich vor allem dafür einsetzen, dass der Kreuzbund und die Sucht-Selbsthilfe den Stellenwert in unserer Gesellschaft erhalten, der ihnen zusteht. Dafür müsse der Kreuzbund einen Mittelweg finden zwischen der Erhaltung wichtiger Werte und der Erneuerung und Anpassung an Veränderungen in der Gesellschaft und in der Suchthilfe, so Andrea Stollfuß nach ihrer Wiederwahl.

Folgende Personen wurden zu stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt:

  • Rüdiger Blomeyer (52) aus Osnabrück
  • Gerhard Iser (55) aus Heppenheim
  • Franz E. Kellermann (64) aus München

Weiteres Mitglied des Bundesvorstandes ist der Geistliche Beirat Pastor Thorsten Weßling (55) aus Hörstel bei Rheine. Er wird von der Deutschen Bischofskonferenz berufen.  Bundesgeschäftsführer Heinz-Josef Janßen (59), seit 25 Jahren in dieser Funktion, unterstützt den Bundesvorstand mit beratender Stimme. Ständiger Gast im Bundesvorstand ist Renate Walter-Hamann (62), Leiterin des Referats „Basisdienste und besondere Lebenslagen“ beim Deutschen Caritasverband e.V. (DCV) in Freiburg.

Wichtigste Aufgabe des neuen Bundesvorstandes ist das Projekt „dazugehören“ mit dem Ziel, den Kreuzbund den wandelnden Anforderungen in der Suchthilfe anzupassen und ihn zu positionieren. Dabei geht es auch um die Integration junger Suchtkranker und die Entwicklung  neuer Angebote neben der klassischen Gruppenstunde und Gesprächsrunde.

Die Hilfe zur Selbsthilfe im Kreuzbund ist sehr erfolgreich: Rund drei Viertel der Suchtkranken, die regelmäßig eine Kreuzbund-Gruppe besuchen, leben dauerhaft abstinent. Nur 15 Prozent der Gruppen-teilnehmenden sind innerhalb eines Jahres rückfällig geworden. Mehr als zwei Drittel dieser Rückfälle konnten innerhalb der Selbsthilfegruppe aufgefangen werden, so das Ergebnis einer statistischen Befragung.

 

Der Kreuzbund ist Fachverband des Deutschen Caritasverbandes, Mitgliedsverband der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und der bundesweit größte Sucht-Selbsthilfeverband. Der Kreuzbund gliedert sich in den Bundesverband, 27 Diözesanverbände, die den Bistümern der katholischen Kirche entsprechen, und 1.300 Gruppen. Hauptamtlich Beschäftigte gibt es nur in der Bundesgeschäftsstelle in Hamm, auf allen anderen Ebenen des Verbandes sind ausschließlich ehrenamtliche Helferinnen und Helfer tätig. Zu den Aufgaben des Kreuzbundes gehört neben der Hilfe zur Selbsthilfe die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Folgen des Suchtmittelmissbrauchs. Als Bindeglied im System der Suchtkrankenhilfe kooperiert der Kreuzbund mit Fachkliniken und Beratungsstellen.

 

Foto: von links Thorsten Weßling, Heinz-Josef Janßen, Renate Walter-Hamann, Andrea Stollfuß, Gerhard Iser, Rüdiger Blomeyer u. Franz Kellermann

Weitere Informationen:

Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Münsterstr. 25, 59065 Hamm, Tel. 02381 / 6 72 72-23, E-Mail: ahmann@kreuzbund.de

oder  

Heinz-Josef Janßen, Bundesgeschäftsführer, Tel. 02381 / 6 72 72 - 0 oder  0171 / 28 54 162

Internet: www.kreuzbund.de

 

13.05.2017: Fachtag in der Klinik Gut Zissendorf

Ehemaligentreffen in der Fachklinik Gut Zissendorf und Fachtagung für Selbsthilfegruppen am 13.Mai 2017

Ein gelungener Tag unter dem Thema: Kann der Mensch sich ändern?

Zum Austausch über dieses Thema trafen sich die Ehemaligen Patientinnen der Fachklinik Gut Zissendorf und die Teilnehmer/Innen der Zissendorfer Fachtagung für Selbsthilfegruppen in der Fachklinik Gut Zissendorf in Hennef.

Das jährliche Ehemaligentreffen und die bereits 12 Fachtagung waren zahlreich besucht.

Über 100 Anmeldungen waren in der Klinik eingegangen und wie immer gab es noch ein paar Kurzentschlossene. Beide Gruppen waren herzlich eingeladen auch Ihre Familien mitzubringen und so freuten wir uns in diesem Jahr über eine große Anzahl Kinder, die mit Freude die Angebote im Kindergarten, wie Kinderschminken oder das künstlerische Gestalten in der Kunsttherapie mit Freude ausprobierten.

Auch die jährliche Tombola hielt die eine oder andere Überraschung, nicht nur für unsere Kleinsten bereit.

Wie in jedem Jahr begann unser Treffen mit einem gemeinsamen Gottesdienst und nachdem im Anschluss Zeit für ein herzliches Hallo bei einer Tasse Kaffee genutzt worden war, begrüßte die therapeutische Leiterin Ingrid Vianden-Gabriel, gemeinsam mit Frau Andrea Stollfuß, Bundes- und Diözesanvorsitzende des Kreuzbundes alle Teilnehmer/Innen aufs herzlichste.

Nach einem Überblick über die Ereignisse des letzten Jahres in der Fachklinik Gut Zissendorf hielt die Dipl. Psychologin Petra Uhlenbrock aus Hennef einen Vortrag im Dialog mit den Teilnehmer/Innen zum Thema der Tagung.

 Ihre erste Botschaft lautete: Ob sich die Menschheit insgesamt oder Gruppen von Menschen ändern können, mag man bezweifeln. Der einzelne Mensch kann sich ändern, wenn er will.

Wie Jede(r) weiß, ist das nicht einfach. Und so stellte sie eine Formal vor:

Veränderungswahrscheinlichkeit = Motivation ² + Ressourcen
                                                  Widerstände +      „Kosten“

Keine Angst, das ist keine Algebra für Fortgeschrittene. Aber die (nicht evaluierte) Formel benennt die Einflussfaktoren auf unsere Veränderungsbereitschaft und zeigt die Beziehungen zwischen ihnen auf. Durch die Potenzierung der Motivation soll deren Schlüsselfunktion hervorgehoben werden.

Zu Motivation gehören

  • Persönlichkeit
  • Leidensdruck
  • Lebenserfahrung
  • Glaubenssätze
  • Vision/Traum und Ziele.

Ressourcen entstehen durch

  • Vorbilder, soziale Unterstützung
  • Hilfesystem
  • Materielle Mittel, Sicherheit
  • Informationen
  • Erprobungsmöglichkeiten

Widerstände kommen durch

  • Persönlichkeit
  • Glaubenssätze
  • Gewohnheiten und Tabus
  • Sonstige Belastungen

„Kosten“ betreffen

  • Materielle Situation
  • Emotionaler Aufwand
  • Soziale Situation und Hilfesystem
  • Informations- und Hilfebeschaffung.

Die Vielzahl der Einflüsse veranschaulicht die Komplexität. Einige wie z.B. die Persönlichkeit können je nach Ausprägung förderlich sein oder die Veränderungsbereitschaft behindern. Man kann gedanklich im konkreten Einzelfall die einzelnen Faktoren mit Zahlen von 1 – 10 belegen, um so zu einer individuellen Gewichtung zu kommen. Frau Uhlenbrock führte mit zwei Protagonistenpuppen „Herbert“ und „Waltraud“ (siehe Foto unten) die Vielschichtigkeit vor, welche es so schwer macht zu erkennen, ob Jemand eine Veränderung in Angriff nehmen wird oder nicht. Zu allem Überfluss hält das Leben auch noch „Joker“ in Form von Sondereinflüssen bereit, die sich der Rechenhaftigkeit einer Formel entziehen. Das kann ein Glücksfall sein, wenn die depressive Waltraut ihre Jugendliebe wieder trifft, aber auch ein Unglücksfall, z.B. ein Verkehrsunfall, der den süffelnden Herbert zur Räson bringt.

Im zweiten Teil des Referates stellte Frau Uhlenbrock ihr „3-Phasen-Programm der Transformation“ vor, das zu umfangreich ist, um es hier ausführlich darzustellen (siehe Abbildung des Flipcharts unten). Kurz gesagt beschreibt es die gefahrvolle Überfahrt der Auswanderer über den Atlantik bis zur glücklichen Ankunft auf dem neuen Kontinent als Metapher für einen gelungenen Veränderungsprozess. Es lohnt sich, das Konzept auf ihrer Homepage anzusehen: http://www.petra-uhlenbrock.de/Philosophie.

Nach dem leckeren Mittagessen im sonnigen Innenhof der Klinik gab es noch Gruppentreffen für die ehemaligen und aktuellen Patientinnen mit einem regen Austausch unter Anleitung der Bezugstherapeutinnen, einen weiterführenden Workshop zum Tagesthema , Kreativangebote für die Kinder, Tombola und mit der Null-Promille-Bar köstliche alkoholfreie Drinks und Rezepte. Ein lohnender Tag in jeder Hinsicht!

Das Ehemaligentreffen/die 13.Fachtagung für Selbsthilfegruppen 2018 findet

Am 12.Mai 2018 statt.

Bitte denken Sie daran, sich auch im nächsten Jahr frühzeitig (bis zum 27.04.2018) anzumelden. Vielen Dank!

Von Reinhard Metz und Ingrid Vianden-Gabriel

02.12.2016: Adventsfahrt auf dem Rhein

Adventsfahrt mit Nikolaus auf dem Rhein

 

Zum dritten mal haben sich die Weggefährten im Kreuzbund der 55 plus zu einer Adventsfahrt mit Nikolaus auf dem Rhein getroffen. Ein festlich geschmücktes Schiff der Köln-Düsseldorfer erwartete uns. Verstärkt wurde die Gruppe von 4 Kindern – es gibt nichts schöneres als strahlende Kinderaugen im weihnachtlichen Glanz der Lichter. So kommen viele Erinnerungen an die eigene Kindheit im Advent und an Weihnachten auf. Hierüber und über Gott und die Welt sind wir bei Kaffee, Tee, Waffeln und Apfelstrudel ins Gespräch gekommen.Der Nikolaus bescherte nicht nur die Kinder auf der Bühne sondern kam an jeden Tisch und hatte ein besinnliches Wort für jeden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Blick vom Schiff auf die Lichter am Ufer und insbesondere die Fahrt durch die weihnachtlich geschmückte Altstadt von Köln ist immer wieder etwas ganz besonderes.

Der gute Zuspruch zur Adventsfahrt – die Teilnehmerzahl hat sich vom ersten Mal beinahe verdreifacht – so dass wir bereits von einer guten kölschen Tradition sprechen können. So wird die Adventsfahrt auf vielfachen Wunsch der Teilnehmer auch im Jahr 2017 wieder stattfinden.

(Ch. Freitag + E. Walkstein)

 

 

 

 

30.11.2016: Abstinenz - Konsum - Kontrolle

Herbst-Arbeitstagung vom 18. bis 20. November 2016 in Stadtbergen bei Augsburg

Kreuzbund-Gruppen arbeiten abstinenzorientiert. Abstinenz ist jedoch kein Selbstzweck oder Ziel, sondern ein zu schaffendes Fundament für eine zufriedene Lebensführung mit Familie, Freunden sowie in Beruf und Freizeit. Abstinenz fällt nicht vom Himmel; es bedarf eines Prozesses des Herauswachsens aus der Sucht mit Höhen und Tiefen, um eine stabile Abstinenz zu erreichen.

Wenn jemand mit dem Anliegen in eine Selbsthilfegruppe kommt, seine Trinkmenge reduzieren zu wollen, sollte dieser Wunsch ernst genommen und geprüft werden, ob und inwieweit die Gruppe ihn bei dem weiteren Klärungsprozess begleiten kann. Unter der Voraussetzung, dass der oder die Ratsuchende nüchtern in die Gruppe kommt, kann die Gruppe klären helfen, ob er wirklich kontrolliert trinken kann. Hält er aber nach einer gewissen Zeit an dem Wunsch fest, kontrolliert trinken zu wollen, sollte er an eine Beratungsstelle (mit einem entsprechenden Angebot) vermittelt werden. Dabei gilt der Grundsatz, dass die Interessen der Gruppenmitglieder Vorrang haben, die noch nicht so lange und stabil abstinent sind. Ihr Schutz ist wichtig. Jede Gruppe entscheidet selbst, was sie zulassen kann.So lassen sich die Diskussionsergebnisse der Herbst-Arbeitstagung vom 18. bis 20. November 2016 in Stadtbergen bei Augsburg zusammenfassen. Die Veranstaltung hatte das Thema „Abstinenz und Kontrolle – Was bedeutet das für die Selbsthilfe des Kreuzbundes?“

In seinem Vortrag „Abstinenz – ein veraltetes Ziel? Müssen wir aufgrund aktueller Forschungsergebnisse Behandlungsziele und Behandlungsmethoden ändern? “ zog Dr. Dieter Geyer (s. Foto), Chefarzt der Fachkliniken Fredeburg und Holthauser Mühle, das Fazit, dass die Wirksamkeit abstinenzorientierter Behandlungen hinreichend nachgewiesen ist. „Es gibt bis jetzt nichts Besseres als die Abstinenz“. Die Wirksamkeit der therapeutischen Unterstützung zum „Kontrollierten Trinken“ sei dagegen unklar, vor allem bei Alkoholabhängigen. Eine Trinkmengenreduktion sei ein geeignetes Ziel für Menschen mit schädlichem Alkoholkonsum oder „milder Gebrauchsstörung“ ohne schwerwiegende Folgeschäden.

Allerdings sei „Kontrolliertes Trinken“ für Alkoholabhängige als Selbstversuch oder im Rahmen einer Behandlung vielfach auch ein Zwischenschritt zum Aufbau von Abstinenzmotivation. Geyer plädierte insgesamt dafür, den Wert der Abstinenz in der Gruppe nicht aufzugeben und auch nicht zu relativieren. Die andauernde Begleitung der Trinkmengenreduzierung gehöre nicht in die Selbsthilfegruppe, sondern in die ambulante Suchthilfe.

Michael Tremmel, Suchtreferent des Kreuzbund-Bundesverbandes, schlug vor, Abstinenz nicht als etwas Statisches, sondern als Prozess, als Weg zu mehr Lebensqualität zu verstehen. In diesem Sinne bedeute Abstinenzorientierung nicht nur Verzicht auf Alkohol, sondern eine Lebenshaltung, die Schädliches reduziert und weglässt und damit Freiraum schafft für das, was gut tut. Tremmel empfiehlt in diesem Zusammenhang den Begriff „kontrolliert abstinieren“, denn darin komme ein aktives Tätigsein, ein Handlungsprozess zum Ausdruck. Die Offenheit in den Gruppen sollte sich auch auf diejenigen Gruppenbesucher/-innen beziehen, die noch nicht abstinent sind, die Eingangsschwelle dürfe nicht so hoch sein. Einige Menschen bräuchten die Hilfe der Gruppe, um festzustellen, ob sie suchtkrank sind und eine Abstinenzorientierung ein Weg für sie sein kann. Die Selbsthilfe werde davon profitieren, wenn sie ihre Kompetenz ausbaut, um mit unsicheren und suchenden Suchtkranken ins Gespräch zu kommen.  

Marianne Holthaus, Suchtreferentin des Kreuzbund-Bundesverbandes, betonte den Wert der Motivierenden Gesprächsführung. Die Haltung, die dieser Methode zu Grunde liegt, sind Wertschätzung und Zuversicht, auf Konfrontation wird ausdrücklich verzichtet. Mit der Zunahme an trendigen computergestützten Programmen, z.B. Trinktagebüchern, sei zu erwarten, dass vor allem in der beruflichen Suchthilfe die Fixierung auf die Abstinenz eher gelockert und eine prozess- oder zieloffene Begleitung wichtiger werde. Auch sei zu erwarten, dass Selbstheilungsprozesse stärker erforscht werden, denn immerhin gelingt es zwei Dritteln aller problematisch und abhängig Trinkenden ohne jede Hilfe – weder durch Medizin oder Suchthilfe noch durch die Selbsthilfe – ihren Weg aus der Sucht zu finden. Das Suchthilfe-System erreicht bisher nur acht bis zehn Prozent der Hilfebedürftigen.

Bundesgeschäftsführer Heinz-Josef Janßen bezeichnete Abstinenz als den Königsweg. Die Erfolgszahlen des Kreuzbundes bestätigen den Wert der Abstinenz, denn immerhin schaffen es drei Viertel der regelmäßigen Gruppenmitglieder, dauerhaft abstinent zu leben. Von Kooperationspartnern und Unterstützern werde der Kreuzbund geschätzt wegen seiner transparenten Ziele und Aufgaben und der vorbildlichen Arbeitsweise. „Die Kompetenz des Kreuzbundes liegt in der Abstinenzorientierung, dieses klare Profil muss erhalten werden.“

Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

30.10.2016: Benefiz-Konzert in Bocholt

Die Big-Band des Polizeiorchesters NRW spielte für einen guten Zweck

Am 30. November 2016 war es wieder soweit – die Big-Band des Polizeiorchesters NRW spielte in Bocholt zum zweiten Benefiz-Konzert zu Gunsten der Josef-Neumann-Stiftung.
Die Aula des St. Josef Gymnasiums war mit rund 200 Konzertbesuchern wieder gut gefüllt. Nach der Begrüßung durch die Bundesvorsitzende, Andrea Stollfuß, sprach Hendrik Wüst, Landtagsabgeordneter und Schirmherr des Konzertes, ein kurzes Grußwort. Ebenso begrüßte  Ilse-Dore Neumann-Gottsmann,  Kuratorin und Hauptorganisatorin der Veranstaltung, die Gäste  und wünschte allen einen musikalisch unterhaltsamen Abend.

Die Big-Band präsentierte sich unter der Leitung von Hans Steinmeier mit einem breiten Repertoire wie Titeln aus den Generes Soul-, Funk-, Swing- und Weltmusik. Das musikalische Zusammenspiel, die stilistische Vielseitigkeit und Improvisation waren für die Big-Band des Polizeiorchesters bezeichnend. Ein Highlight waren die Darbietungen der beiden Gesangssolisten, Bo Shannon und Joe Doll,  sodass zum Schluss ein bestechender Applaus den Künstlern noch einige Zugaben abforderte.

Im Foyer konnte man sich ab 15.00 Uhr über die Aufgaben und Arbeit des Kreuzbundes und der Josef-Neumann-Stiftung informieren. Außerdem bot die Josef-Neumann-Stiftung   Bio-Marmelade zum Verkauf an, deren Erlös der Stiftung und damit auch dem Kreuzbund zu Gute kam. Natürlich war auch für das leibliche Wohl gesorgt und schon vor Beginn des Konzertes und in der Pause gab es selbstgebackenen Kuchen, Kaffee und Tee.

Fazit: Es war wieder eine gelungene Veranstaltung, die den Kreuzbund und die Josef-Neumann-Stiftung in die Öffentlichkeit gut präsentiert hat und gleichzeitig fast 2500 € eingebracht hat, um die Kreuzbundarbeit zu unterstützen. An dieser Stelle auch noch einmal „Danke“ an alle, die in irgendeiner Form beteiligt waren.

 

 

07.10.2016: Multipikatoen-Arbeitstagung Öffentlichkeitsarbeit in Würzburg

Aus dem Bundesverband
Unverhofft kommt oft

Viele Impulse auf der Multiplikatoren-Arbeitstagung „Öffentlichkeitarbeit"

Das war für mich ein persönlicher Glücksfall: Vom  7. bis 9. Oktober 2016 fand in Würzburg die Multiplikatoren-Arbeitstagung „Öffentlichkeitsarbeit“ statt. Andrea Stollfuß, Vorsitzende des DV Köln, war aus privaten Gründen verhindert. Daher fragte sie mich, ob ich sie bei der Tagung vertreten könnte. Dafür zugesagt zu haben, bereute ich keine Sekunde. Kein Wunder:  Die abschließende Meinung aller Teilnehmenden war, dass es eine der besten Tagungen war, die bisher durchgeführt wurde. Grund dafür war auch der Gastreferent Hermann Hölscheidt, Diözesansekretär der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Münster.

 

Geleitet wurde das Seminar wieder von unserem bewährten Team Paul Michael Leißner, Leiter des Arbeitsbereichs „Öffentlichkeitsarbeit“, und Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit in der Bundesgeschäftsstelle. Am Samstag stellte Hermann Hölscheidt zunächst sich selbst und dann die KAB vor. Sie entstand 1849 als Bildungs- und Selbsthilfeverein und ist ähnlich strukturiert wie der Kreuzbund, d.h. sie gliedert sich in Diözesanverbände, Bezirks- und Kreisverbände sowie Ortsvereine. Bundesweit hat sie rund 125.000 Mitglieder in 2.000 KAB-Vereinen bzw. Ortsgruppen. Die KAB ist anerkannt als Verband mit sozial- und berufspolitischer Zwecksetzung, sie ist nach den Gewerkschaften die stärkste Arbeitnehmerorganisation in Deutschland. Sie setzt sich vor allem für soziale Gerechtigkeit ein und kämpft z.B. für Mindestlöhne, Mitbestimmung im Betrieb und die Verbesserung familienpolitischer Leistungen.

 

Anschließend folgten Informationen und Termine aus dem Bundesverband sowie Neuigkeiten aus den einzelnen Diözesanverbänden.  Es war schon interessant, mal über den Tellerrand zu schauen. Irgendwie erinnerte das Ganze mich an die Berichte der einzelnen Gruppen beim Regionalgespräch, nur auf höherer Ebene. Die Gliederung in den DV ist recht unterschiedlich. Einige haben z.B. keine Regional- oder Stadtverbände, sondern kommunizieren direkt mit den Gruppen. Das gilt vor allem für die mitgliederschwächeren DV. Es würde auch keinen Sinn machen im DV Hamburg mit 35 Mitgliedern noch einen Regional- oder Stadtverband zwischen zu schalten.

 

Am Samstagmorgen bekamen wir dann die Aufgabe, in vier Gruppen zu je fünf Personen positive und negative Punkte in der Kommunikation zu finden: „Das läuft gut“…-  „Das läuft nicht gut“. Die Ergebnisse waren recht verblüffend. Man mag es kaum glauben, aber das Positive überwog bei allen vier Gruppen. Dann ging es an die Analyse, wobei wir nach dem Prinzip „sehen, urteilen, handeln“ vorgingen.

 

Das Fazit der Diskussion: Auf allen Ebenen (Gruppenmitglieder, Gruppenleitungen, z.T. Regional- und Stadtverbände, Diözesanverbände, Bundesverband) gibt es unterschiedliche Motivationen und (Führungs)-Kompetenzen sowie ein unterschiedliches Selbstverständnis. Vieles funktioniert gut, z.B. die Kommunikation von oben nach unten und vielfach die Kommunikation in den Gruppen. Wir können grundsätzlich auf viele Ressourcen zurückgreifen, v.a. das Engagement der Menschen in den Gruppen. Die Kraft des Kreuzbundes liegt in den Gruppen, dort wird wertvolle Arbeit geleistet, aber zwischen den Ebenen gibt es Kommunikationsprobleme. Die entscheidende Schnittstelle sind die Gruppenleitungen, die z.T. Informationen selektieren oder den Informationsfluss blockieren und eine Kommunikationsbarriere bilden.  

 

Als Knackpunkte haben wir folgendes definiert:

  • mangelnde Bereitschaft auf der Gruppenebene, sich an der Verbandsarbeit zu beteiligen.
  • fehlende Bereitschaft, Aufgaben zu delegierten, d.h. eine fehlende Kultur des Vertretens
  • mangelndes Verbandsbewusstsein der Mitglieder
  • mangelnde Veränderungsbereitschaft auf allen Ebenen
  • Ohnmachtserfahrung gegenüber den Entscheidungsträgern „da oben“

 

Um Einstellungs- und Verhaltensänderungen zu erreichen, wurde folgende Strategie erarbeitet:

  • Wertschätzung und Respekt gegenüber den Funktionsträgern auf allen Ebenen
  • Ersatz der starren Hierarchie in den Gruppen durch „Gruppenkompetenzteams“ von zwei bis drei Personen
  • Unterstützung und Qualifizierung der Gruppenverantwortlichen und Gruppen, z.B. durch regelmäßige Besuche von DV-Vorstandsmitgliedern in den Gruppen, Beratung bei Konflikten,  gutes Bildungsprogramm (z.B. kostenlose Seminare für Gruppenleitungen, Kommunikationsschulungen), Hilfe bei der Beantragung finanzieller Mittel, Tipps für die Öffentlichkeitsarbeit, Bereitstellen von Materialien
  • vernünftige Amtsübergabe, d.h. bessere Vorbereitung auf neue Aufgaben durch den Vorgänger
  • u.U. Amtszeitbegrenzung gegen das „Kleben“ am Posten
  • Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Medien
  • bessere Vernetzung der einzelnen Arbeitsbereiche
  • begründete Rückmeldungen des Bundesverbandes zu seinen Entscheidungen

 

Am Sonntagmorgen beschäftigten wir uns dann noch mit den Aufgaben der Multiplikatoren für Öffentlichkeitsarbeit. Sie sind Schnittstelle und Bindeglied zwischen dem Bundesverband und den Diözesanverbänden, d.h. sie geben Informationen des Bundesverbandes aus dem Arbeitsbereich weiter und tragen umgekehrt Impulse aus den DV an die Bundesebene heran. Ziel ist es, die Gruppen in die Lage zu versetzen, vor Ort gute Öffentlichkeitsarbeit zu machen.  Die Bundesebene ist dafür zuständig, den Multiplikatoren das dafür nötige Wissen und nützliche Materialien zur Verfügung zu stellen. Der Bundesverband versteht sich in diesem Sinne als Dienstleister für seine Untergliederungen. 

 

Es gab auch etwas zur Zerstreuung. Der DV Würzburg hatte uns am Samstagabend zu einer sehr kurzweiligen Nachtwächterführung durch die Stadt eingeladen. Mit über 60 Kirchen wird sie auch die Stadt der Kirchen genannt. Es gibt viele historische Gebäude zu bewundern sowie eine schöne Fußgängerzone -  alles in allem eine beeindruckende Stadt.

 

Hans Aretz, Grevenbroich

07.10.2016: Multiplikatoren-Arbeitstagung Senioren 55+ in Osnabrück

Multiplikatoren-Arbeitstagung Senioren 55 +  
vom 07. bis 09.10.2016 in Osnabrück

Am Freitag begann die Tagung wie jedes Jahr mit dem Abendessen. In diesem Jahr waren 26 Weggefährtinnen und Weggefährten plus Michael Tremmel anwesend. Der Veranstaltungsort war das Bischöfliche Priesterseminar in Osnabrück. Das Seminarhaus ist in U-Form  mit dem Dom wie mit dem Wohnhaus und Garten des Bischofs verbunden. Nach dem Abendessen trafen wir uns zur ersten Runde im Seminarraum, um uns in einer kurzen Vorstellungsrunde kennen zu lernen; wie immer waren einige zum ersten Mal dabei. Wolfgang Heermann, stellv. Vorsitzender vom DV Osnabrück, begrüßte uns im Namen des DV und wünschte uns eine gute Zeit. Michael und Dorothea stellten den organisatorischen Ablauf vor und Dorothea begrüßte   uns wie immer mit einem schönen Gedicht/Reim.

Das Thema der Tagung war „Mein Letzter Wille“ - Vorsorgen für die (Lebens-)Zeit“, in der ich nicht mehr für mich selbst sorgen kann. Es ging um Testament, Patientenverfügung, Betreuungsverfügung, Vorsorge- und Bestattungsvollmacht. Als erstes wurde abgefragt, wer schon ein Testament gefertigt habe. Michael war sehr erstaunt, dass viele schon eines gefertigt haben. Mit den anderen Verfügungen war es doch sehr unterschiedlich. Ich glaube, nicht einer hatte für alles vorgesorgt. Die Gründe waren unterschiedlich, kein Vermögen oder noch zu jung/gesund, usw., aber alle wollten jetzt an die Sache herangehen.

Im Anschluss an das erste Kennenlernen ging es zum obligatorischen Eis essen in die nahe Altstadt. Horst Thiele vom DV Osnabrück hatte extra reserviert und so haben wir noch einige Zeit beisammen gesessen. Am Samstag ging es mit dem Thema weiter und es wurde ausführlich über alles in Kleingruppen und anschließend im Plenum gesprochen und diskutiert.

Am Abend hat Wolfgang dann einen Altstadtspaziergang angeboten, der auch von allen angenommen wurde. Ich wusste nicht, dass Osnabrück so eine schöne Stadt ist und so viel Historie hat: Westfälischer Friede, Dom und weiteres. Da es Freitag so schön in der Eisdiele war, sind wir natürlich auch Samstag wieder dorthin. Es war schön und wir waren auch zum Fußball-Länderspiel gegen Tschechien wieder im Haus. Der Sonntag begann wie immer mit einer Morgenandacht, die von Margit Köttig und Ingrid Trippel (beide DV Mainz) gut vorbereitet war mit Liedern, Lesungen und Wünschen, die von Teilnehmern vorgetragen wurden. Im Anschluss wurde noch am Thema der Tagung gearbeitet und zusätzlich noch am Thema Sucht unter dem Titel „Das Stigma der Suchterkrankung verstehen und überwinden“ - aus Sicht der Politik/Gesellschaft/Personen/sich selbst stigmatisieren.

 

Es gibt wie immer auch hier bei diesem Thema unterschiedliche Auffassungen über Stigmatisierung. Ein (un)gutes Beispiel war z. B. früher der Judenstern in der NS-Zeit. Einen schönen Spruch hatte Hajo aus Berlin zum Überwinden der Sucht: Ich will nicht, ich brauche nicht und ich muss nicht trinken. Ich kannte diesen Spruch noch nicht. Zum Abschluss der Tagung hatte Horst Thiele noch etwas ganz besonderes geplant: einen Empfang beim Bischof Bode. Er hatte sich sofort bereit erklärt, uns für eine halbe Stunde nach dem Pontifikalamt im Dom, in seiner Residenz und im Garten zu empfangen. Ich glaube, es hat allen gefallen, wie der Bischof auf alle Fragen einging und sie beantwortete. Nach meiner Meinung und der vieler anderer –  ein sehr volksnaher Bischof. Zum Abschluss hat uns Dorothea noch einen lustigen Brief über eine Verwechslung WC – Waldkapelle vorgelesen und wir sind dann nach dem Mittagessen alle wieder gut gelaunt und mit neuem Wissen nach Hause gefahren. Ich bedanke mich noch mal bei allen für die gut vorbereitete und durchgeführte Tagung; besonders bei Dorothea und Michael.

 

Waldbröl, im Oktober 2016
Siegfried Hombach, DV Köln

 

31.08.2016: DAK - 2016 Symbolische Scheckübergabe

Förderung der Selbsthilfegruppen in Köln

Zahlreiche Vertreter der Kölner Selbsthilfegruppen erschienen anlässlich der diesjährigen Förderung durch die DAK-Gesundheit zur symbolischen Scheckübergabe.
Köln, 31.08.2016. Die Finanzierung der Selbsthilfegruppen erfolgt in der Regel durch Zuschüsse der gesetzlichen Krankenkassen, der Städte und Gemeinden sowie durch Spenden und zum Teil auch durch Mitgliedsbeiträge. Anlässlich der diesjährigen Förderung trafen sich zahlreiche Vertreter der Kölner Selbsthilfegruppen im Servicezentrum der DAK-Gesundheit in Köln-Neumarkt zu einer symbolischen Scheckübergabe.
Die Selbsthilfebewegung ist eine wichtige Ergänzung des professionellen Gesundheitswesens. Selbsthilfegruppen helfen vielen Betroffenen, da sie die seelische Verarbeitung einer Erkrankung, die Eigenverantwortung, das Informationsbedürfnis und den Erfahrungsaustausch des Kranken bzw. der Angehörigen stärken und somit die Gesamtsituation chronisch Kranker und Behinderter positiv beeinflussen.

Durch die Tätigkeit der Selbsthilfegruppen werden auch die Ziele der Träger im Gesundheitswesen in den Bereichen Auskunft, Information, Beratung sowie Qualitäts- und Kostenmanagement verfolgt.

Die symbolische Scheckübergabe bei der DAK-Gesundheit hat den unterschiedlichen Gruppierungen einmal mehr die Möglichkeit geboten, einen Erfahrungsaustausch in entspannter Atmosphäre zu pflegen.

„Das Besondere der Selbsthilfe ist Ihre Betroffenenkompetenz. Die Mitarbeit in einer Selbsthilfegruppe ermöglicht selbstbewusstes, eigenverantwortliches Handeln, zeigt Alternativen auf und ermutigt zum gesundheits- und sozialpolitischen Engagement“ erklärt die Selbsthilfe-Kontaktstelle, Marsilstein 4-6 in 50676 Köln auf Ihrer Homepage (http://www.kisskoeln.de).

Die Förderung der Selbsthilfe durch die gesetzlichen Krankenkassen und ihre Verbände erfolgt in der Regel durch finanzielle Zuschüsse.

So haben die Kölner Krankenkassen gemeinsam in diesem Jahr im Rahmen der Pauschalförderung über 150 Gruppen mit einem Gesamtbetrag von über 140.000,- € unterstützen können.

Einzelne Krankenkassen beteiligen sich zusätzlich auch an Projekte. „Wir freuen uns ganz besonders, in diesem Jahr über 32 Projekte regionaler Selbsthilfegruppen mit einer Gesamthöhe von über 10.000,- € begünstigen zu können. Darüber hinaus unterstützen wir in diesem Jahr auch vier übergeordnete Verbände mit Sitz in Köln mit insgesamt über 35.000,- € “, so Thomas Rückert, der Leiter des Servicezentrums am Kölner Neumarkt und Mitglied im Selbsthilfebeirat der Stadt Köln.

Die DAK-Gesundheit hat rund 1,2 Millionen Versicherte in NRW, davon ca. 120.000 in Köln.   

 

12.06.2016: "Selbsthilfe ist Zukunft" - bundesweiter Kreuzbund-Kongress

„Selbsthilfe ist Zukunft – für mich, für uns, für alle“, so lautete der Titel des zweiten bundesweiten Kreuzbund-Kongress in Hamm und mit ca. 450 Teilnehmenden war die Maximilian-Halle gut gefüllt. Nach der Eröffnung des Kongresses durch die Bundesvorsitzende, begrüßte die Bürgermeisterin von Hamm, Ursula Wäsche, die Teilnehmenden und Gäste. Vom Deutschen Caritasverband überbrachte Renate Walter Hamann im Namen des Präsidenten, Prälat Dr. Peter Neher ein Grußwort. Für das europäische Netzwerk EMNA grüßte Ingemar Rosén aus Schweden alle Teilnehmenden und Gäste des Kongresses.

Den Auftakt und Impuls für den Selbsthilfegedanken setzte Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner, ehemaliger Ärztlicher Leiter der Westfälischen Klinik für Psychiatrie in Gütersloh. In seinem Vortrag bezeichnete er unser Hilfesystem als einen „Bürger-Profi-Mix“, eine Aufgabenteilung zwischen den ehrenamtlichen und professionellen Helferinnen und Helfern und dem Staat:    „Die Profi-Helfer haben das technische und medizinische Wissen, die ehrenamtlichen Helfer/-innen schenken Zeit, Zuwendung und Begleitung, und zwar auf Augenhöhe von Betroffenen zu Betroffenen. Selbsthilfe ist also Lebenshilfe.“ – und dabei stehe die Selbsthilfe der beruflichen Suchthilfe in ihrer Wirksamkeit nichts nach.

Wiebke Schneider, Geschäftsführerin der Guttempler, sah die Selbsthilfe als lebensnahes, langfristig begleitendes und alltagsorientiertes Unterstützungsangebot zur Überwindung von Sucht und Entwicklung eines neuen Lebensstils. Dabei sei Abstinenz kein eigenständiges Ziel, sondern die Grundlage für ein sinnvolles und gesundes Leben. „In der Suchthilfe bleibt die Abstinenz weiterhin der Gold-Standard, aber nicht als Ziel, sondern als Haltung und Wert. Demnach kann auch Trinkmengenreduzierung und medikamentös gestützte Abstinenz toleriert oder zumindest als Zwischenschritt betrachtet werden. Sie können ein Weg sein“, so Wiebke Schneider. Übergeordnet seien Teilhabe an der Gesellschaft und ein gutes, sinnvolles Leben.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war das Pontifikalamt am Sonntag. Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki zelebrierte die Heilige Messe. Er bestärkte die Kreuzbund-Mitglieder in Ihrer Arbeit und der Wirksamkeit ihres Tuns und bezeichnete  die heilsame Kraft einer ehrlichen Gemeinschaft als vorbildlich.
 

Im Foyer präsentierte sich die Josef-Neumann-Stiftung mit einem Infostand. Neben Informationen zur Stiftung konnte dort Bio-Marmelade zur Unterstützung der Stiftung und damit auch des Kreuzbundes erworben werden. Ilse-Dore Neumann-Gottsmann, die Ur-Großnichte von Pfarrer Josef  Neumann, dem Gründer des Kreuzbundes, warb am Samstag persönlich in ihrer Eigenschaft als Kuratorin für die Stiftung. Die Josef-Neumann- Stiftung konnte neben vielen anderen Unterstützern den Kreuzbundkongress mit 2700 € unterstützen.

Über das fachliche Thema hinaus war genügend Zeit und Raum, um Gespräche zu führen und sich auszutauschen. Neben einem hervorragenden Buffet sorgten die beiden Kabarettisten Jochen Rüther und Harald Funke aus Münster für ein humorvolles Abendprogramm.

Es war eine gelungene Veranstaltung, die den Kreuzbund in seiner Gemeinschaft, in seinem „WIR“ bestärkte und dies neben seiner Fachlichkeit und Kompetenz auch  nach außen ausstrahlte.

A.Stollfuß/DV-Köln
Bilder: Frank Hübner

11.06.2016: Zweiter bundesweiter Kreuzbund-Kongress in Hamm

Berufliche Suchthilfe und Sucht-Selbsthilfe gehören zusammen

Die berufliche Suchthilfe und die Sucht-Selbsthilfe sollten ihre Zusammenarbeit weiter verstärken, damit mehr suchtbetroffene Menschen den Weg in das Hilfesystem finden. So lautete das Fazit des zweiten bundesweiten Kreuzbund-Kongresses am 11. / 12. Juni 2016 in Hamm mit dem Titel „Selbsthilfe ist Zukunft – für mich, für uns, für alle.“ Die Organisation des Helfens brauche einen „Bürger-Profi-Mix“, denn die Selbsthilfe stehe der beruflichen Suchthilfe in ihrer Wirksamkeit in nichts nach, erläuterte der Hauptredner des Kongresses, Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner, ehemaliger Ärztlicher Leiter der Westfälischen Klinik für Psychiatrie in Gütersloh. „Die Profi-Helfer haben das technische und medizinische Wissen, die ehrenamtlichen Helfer/-innen schenken Zeit, Zuwendung und Begleitung, und zwar auf Augenhöhe von Betroffenen zu Betroffenen. Selbsthilfe ist also Lebenshilfe.“

Die Hilfe zur Selbsthilfe im Kreuzbund ist in der Tat sehr erfolgreich: Fast drei Viertel der Suchtkranken, die regelmäßig eine Kreuzbund-Gruppe besuchen, leben mindestens über drei Jahre abstinent. Weniger als 20 Prozent der Gruppenteilnehmer/-innen werden innerhalb eines Jahres rückfällig. Mehr als zwei Drittel dieser Rückfälle können innerhalb der Selbsthilfegruppe aufgefangen werden.

Dem tragen inzwischen auch das Bundesgesundheitsministerium, die Deutsche Rentenversicherung und die gesetzlichen Kranken-kassen Rechnung: Im Jahr 2014 gaben sie für die Selbsthilfe-förderung über 48 Millionen Euro aus. (vgl. www.nakos.de, Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppe)

Zur Überwindung von Abhängigkeitserkrankungen gibt es in Deutschland neben den rund 8.000 Sucht-Selbsthilfegruppen ein differenziertes, wirksames, leistungsfähiges und vernetztes Angebot der Hilfen, z.B. mehr als 1.200 Suchtberatungsstellen und 12.000 Therapieplätze. Allerdings erreicht das Hilfesystem nur ca. acht bis zehn Prozent der Suchtkranken.

Insgesamt erleben wir seit den 1980-er Jahren einen Boom der Selbsthilfe, die Selbsthilfelandschaft ist sehr differenziert und vielfältig. Die Zahl der Selbsthilfegruppen wird auf 70.000 bis 100.000 geschätzt. Für fast jede chronische Krankheit, Behinderung oder soziale Notlage finden sich Betroffene zu einem Erfahrungsaustausch und zur gegenseitigen Unterstützung zusammen.

Unter den 450 Teilnehmer/-innen des Kongresses waren auch mehrere Ehrengäste aus Schweden. Der Länkarnas Riksförbund aus Stockholm arbeitet seit vielen Jahren nach dem Vorbild des Kreuzbundes. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung hatte Thomas Hunsteger-Petermann, Oberbürgermeister der Stadt Hamm, übernommen.

Zu den weiteren Ehrengästen der Veranstaltung zählte Renate Walter-Hamann vom Deutschen Caritasverband in Freiburg. Auch sie betonte, dass die Suchthilfe nur durch die Kooperation von beruflicher Suchthilfe und Sucht-Selbsthilfe verstanden, gelebt und weiterentwickelt werden könne. Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki zelebrierte am Sonntagmorgen die Heilige Messe. In seinem Grußwort bestärkte er die Kreuzbund-Mitglieder in ihrer Arbeit und bezeichnete die heilsame Kraft einer ehrlichen Gemeinschaft als vorbildlich.

Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

 

20.11.2015: Herbstarbeitstagung

Zukunftswerkstatt weist den Weg

Dem "Markenkern" des Kreuzbundes auf der Spur

Die rund 80 Teilnehmenden der Herbst-Arbeitstagung vom 20. bis 22. November 2015 in Untermarchtal (Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart) haben sich im Rahmen einer so genannten Zukunftswerkstatt mit dem „Markenkern“ des Kreuzbundes beschäftigt. Die Tagung war Bestandteil der Agenda 2020 mit dem grundsätzlichen Ziel, den Kreuzbund den wandelnden Anforderungen in der Suchthilfe anzupassen und ihn ggf. neu zu positionieren. Dazu waren vom Herbst 2014 bis März 2015 rund 30 Kreuzbund-Gruppen in ganz Deutschland zu ihren Wünschen und Erwartungen befragt worden.

Aus den Ergebnissen wurden u.a. folgende Fragen für die Herbst-Arbeitstagung herausgearbeitet:

  • Welche Grundwerte und Eigenschaften kennzeichnen den Kreuzbund früher, heute und zukünftig?
  • Welche Bedürfnisse und Motive haben Menschen, die sich an den Kreuzbund binden?
  • Welche Regeln und Rituale sollten das Handeln im Kreuzbund prägen?

Unter der Leitung von Thomas Röhrßen, Geschäftsführer der B und B- Unternehmensberatung aus Osnabrück, wurden diese Fragen mit der Methode des „World Café“ bearbeitet. Dabei finden sich wechselnde Gruppen zu einem Thema zusammen, nach jeweils 20 Minuten arbeitet eine neue Gruppe weiter an den Ergebnissen, die auf einem großen Papier festgehalten und immer weiter ergänzt werden.

Während es bei der ersten Runde des World Cafés noch um recht allgemeine Fragen ging, wurde es in den weiteren Runden deutlich konkreter. Dabei wurde z.B. nach einfachen Kernbotschaften des Kreuzbundes gefragt, die über die Öffentlichkeitsarbeit transportiert werden können, sowie nach den Aufgaben der Gruppen vor Ort.

Nach der Kritik- und Phantasiephase – festgehalten auf vielen bunt beschriebenen und bemalten Plakaten - schloss sich am Sonntagmorgen die Verwirklichungsphase an – der schwierigste und zugleich wichtigste Teil der Veranstaltung. Alle Teilnehmenden einigten sich darauf, dass das Ziel aller Anstrengungen der Aufbau eines Wir-Gefühls sein sollte über alle Verbandsebenen hinweg, also von der Gruppen- über die Diözesan- bis hin zur Bundesebene. Dabei gilt das Motto „Was den Menschen vor Ort nichts nützt, schadet dem Verband“. Dieses übergeordnete Ziel soll anhand mehrerer Aufgaben erreicht werden, dazu gehört z.B. die Entwicklung von zentralen emotionalen Kernbotschaften als Grundlage der Öffentlichkeitsarbeit und die Schaffung einer Willkommenskultur in den Gruppen. Am Ende des Prozesses sollen die Finanzierungsstrukturen und – strategien beleuchtet werden, möglicherweise wird das Kreuzbund-Logo modernisiert oder ganz neu erstellt.

Alle Themen werden in den nächsten Monaten nach und nach und nicht nur „von denen da oben“ diskutiert, sondern in allen Diözesanverbänden und mit allen Kreuzbund-Gruppen. Ein Lenkungsausschuss wird das genaue Vorgehen im März 2016 erarbeiten, auf der Bundesdelegiertenversammlung im April wird es dann vorgestellt und abgestimmt. Der Moderator Thomas Röhrßen wird uns dabei weiter begleiten. Er fand die Zusammenarbeit mit dem Kreuzbund so angenehm, dass er sich spontan entschied, Mitglied zu werden. Rüdiger Blomeyer und Benno Theisling vom Diözesanverband Osnabrück nahmen ihn beim Wort und hatten gleich einen Aufnahmeantrag parat, den der 56-jährige Osnabrücker auch sofort unterschrieb. Herzlich willkommen!

Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

01.07.2015: Chancen Nahtlos Nutzen - CNN

Praktische Handlungsempfehlung
für die Zusammenarbeit von Sucht-Selbsthilfe und beruflicher Suchthilfe

Im Projekt  "Chancen nahtlos nutzen - konkret" (CNN) nahmen die fünf großen Sucht-Selbsthilfeverbände die Zusammenarbeit zwischen beruflicher Suchthilfe und Sucht-Selbsthilfe in den Blick. Ziel war es, unter dem Leitgedanken der Nahtlosigkeit die Chancen einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen Sucht-Selbsthilfe und beruflicher Suchthilfe auszuloten: Wie kann die Zusammenarbeit verbessert werden? Wo sind vorhandene Hürden und Hindernisse? Wie sehen Lösungen aus? Und in welcher Weise muss die Selbsthilfe dazu ihr eigenes Profil schärfen? Letzliches Ziel ist es, dass den Suchtkranken die bestmögliche Hilfe zu Teil wird und niemand durch das Netz fällt.

 

Zusammenarbeit der beruflichen Suchthilfe und der Sucht-Selbsthilfe
Caritas - Kreuzbund

In den letzten Jahren haben der Deutsche Caritasverband und der Kreuzbund-Bundesverband zahlreiche gemeinsame Workshops und Veranstaltungen durchgeführt mit dem Ziel, die Grundlagen für eine gute, tragfähige und zukunftsorientierte Zusammenarbeit zu schaffen. Zur Fortsetzung und Konkretisierung der bisherigen erfolgreichen Prozesse hat der Deutsche Caritasverband eine Arbeitshilfe mit zwei Modulen entwickelt:

Download-Modul I "Grundlagen und Empfehlungen für eine gute Zusammenarbeit zwischen beruflicher Suchthilfe und Sucht-Selbsthilfe" 

Download-Modul II "Good practice Beispiele für eine gute Zusammenarbeit zwischen beruflicher  Suchthilfe und Sucht-Selbsthilfe"

Download-Berufliche Suchthilfe und Sucht-Selbsthilfe
 

26.04.2015: Bessere Übergänge in der Suchthilfe

Hamm / Cloppenburg,  26. April 2015.   Der Kreuzbund hat sich auf seiner Bundesdelegiertenversammlung vom 24. bis 26. April 2015 in Cloppenburg u.a. mit dem verbandsübergreifenden Projekt „Chancen nahtlos nutzen – Sucht-Selbsthilfe als aktiver Partner im Netzwerk“ beschäftigt. Die rund 120 Delegierten aus ganz Deutschland haben mit den Projektverantwortlichen beraten, wie eine bessere Vernetzung von beruflicher Suchthilfe und Sucht-Selbsthilfe praktisch gelingen kann und welche Maßnahmen dazu erforderlich sind.
Hintergrund ist der Mitgliederschwund in der Sucht-Selbsthilfe: Hatte der Kreuzbund im Jahr 2000 noch rund 15.000 Mitglieder, sind es aktuell nur noch gut 12.000. Auch jüngere suchtbetroffene Menschen werden kaum erreicht, der Altersschwerpunkt liegt bei Mitte 50.
Vor diesem Hintergrund sucht der Kreuzbund nach Möglichkeiten, mehr Menschen für seine Sucht-Selbsthilfegruppen zu gewinnen und sie in die Gruppen zu integrieren. Dazu soll auch das verbandsübergreifende Projekt beitragen. Die fünf großen Sucht-Selbsthilfeverbände – Blaues Kreuz in Deutschland, Blaues Kreuz in der Evangelischen Kirche, Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe, Guttempler in Deutschland  und der Kreuzbund  - haben sich zum Ziel gesetzt, die Übergänge zwischen beruflicher Suchthilfe und Sucht-Selbsthilfe zu optimieren. Unter dem Leitgedanken der Nahtlosigkeit sollen beide aufeinander angewiesene Bereiche stärker miteinander verzahnt werden, um Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen früher zu erreichen und umfangreiche Hilfe anzubieten.                                                                                
Im ersten Teil des Projekts wurde ab 2012 die Zusammenarbeit zwischen beruflicher Suchthilfe und Sucht-Selbsthilfe wissenschaftlich untersucht. Im zweiten Teil wurde die konkrete Zusammenarbeit von Suchtberatungsstellen und Suchtkliniken mit der Sucht-Selbsthilfe analysiert. In zwölf bundesweiten Workshops trafen sich ab Herbst 2013 Vertreter/-innen der beruflichen Suchthilfe und der Sucht-Selbsthilfe, um Hindernisse in Kommunikation und Kooperation zu beseitigen.
Das Projekt wird vom Bundesgesundheitsministerium gefördert. Es endet im Sommer 2015 mit der Herausgabe eines Handbuchs.
In Deutschland gibt es ein differenziertes, wirksames, leistungsfähiges und vernetztes Angebot der Hilfen zur Überwindung von Abhängigkeitserkrankungen. Für Suchtkranke stehen mehr als 1.200 Beratungsstellen, 12.000 Therapieplätze und rund 8.000 Selbsthilfegruppen, darunter 1.300 des Kreuzbundes, zur Verfügung.
Die Hilfe zur Selbsthilfe im Kreuzbund ist sehr erfolgreich: Fast drei Viertel der Suchtkranken, die nach Abschluss einer stationären Behandlung regelmäßig eine Kreuzbund-Gruppe besuchen, leben mindestens über drei Jahre abstinent. Weniger als 20 Prozent der Gruppenteilnehmer werden innerhalb eines Jahres rückfällig. Mehr als zwei Drittel dieser Rückfälle können innerhalb der Selbsthilfegruppe aufgefangen werden. Das geht aus einer statistischen Befragung der oben genannten Sucht-Selbsthilfeverbände hervor.  

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Kreuzbund e.V. – Bundesgeschäftsstelle
Heinz-Josef Janßen, Bundesgeschäftsführer
Münsterstr. 25, 59065 Hamm,
Tel. 02381 / 6 72 72- 0 oder 0171 / 28 54 162
Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit,  
Tel. 02381 / 6 72 72-23, E-Mail. ahmann@kreuzbund.de

 


 

27.01.2015: Kreuzbund fordert 0,0 Promille im Straßenverkehr

Hamm, 27. Januar 2015. Der Bundesvorstand des Kreuzbundes fordert, dass die Promillegrenze im Straßenverkehr von 0,5 auf 0,0 herabgesetzt wird. Diese Grenze gilt bereits für Fahranfänger und sollte auf alle Auto-, Lkw- und Motorradfahrer erweitert werden. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, hat der Kreuzbund einen entsprechenden Auto-Aufkleber herausgebracht. Der Aufkleber wurde von der Barmer GEK aus Projektmitteln finanziert.
2012 ereigneten sich über 15.100 Alkoholunfälle, dabei kamen 338 Verkehrsteilnehmer ums Leben (Jahrbuch Sucht 2014 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V.). Ob ein Unfall vermieden werden kann, ist auch eine Frage des Reaktions-vermögens, jeder Schluck Alkohol ist dabei schädlich. Bei null Promille erübrigt sich die Debatte über die Fahrtüchtigkeit. Es gäbe klare Richtlinien für Verkehrsteilnehmer, Polizeibeamte und Juristen.
Gerade Personen mit riskantem Alkoholkonsum neigen dazu, sich zu überschätzen und gefährden als Verkehrsteilnehmer sich und andere. Pro Stunde kann die Leber etwa ein Gramm Alkohol je zehn Kilogramm Körpergewicht (0,1 Promille) abbauen. Mit einer Flasche Wein (0,7 Liter) oder drei Flaschen Bier (je 0,5 Liter) hat ein Mann mit 75 Kilogramm Körpergewicht einen Alkoholspiegel von etwa 1,1 Promille erreicht. Erst nach elf Stunden ist der Alkohol abgebaut, d.h. die Fahrtüchtigkeit ist auch nach einer kurzen Nacht noch eingeschränkt.

Nach Angaben der DHS konsumieren 7,4 Millionen Bundesbürger im Alter von 18 bis 64 Jahren Alkohol mit einem hohen Risiko für ihre Gesundheit. Rund 1,8 Millionen dieser Altersgruppe sind abhängig.

Weitere Informationen

Kreuzbund-Bundesgeschäftsstelle, Münsterstr. 25, 59065 Hamm,
Heinz-Josef Janßen, Bundesgeschäftsführer
Tel. 02381 / 6 72 72-11

Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 02381 / 6 72 72-23

In der Region:
Andrea Stollfuß, Bundesvorsitzende
O228 / 724120

12.12.2014: Generation 55plus auf Großer Fahrt …..

Der Nikolaus fährt mit!

Am 12. Dezember 2014 hatten wir eine besondere Begegnung mit  dem  Nikolaus auf dem Rhein. Wir, die wir ja auch in die Jahre gekommen sind, konnten uns an dem prächtigen Geschehen auf dem festlich geschmückten Schiff der Köln/Düsseldorfer erfreuen.Die eigene Jugend erwachte bei all den Kindern mit ihren strahlenden Augen, wie sie sich um den Nikolaus scharten und aufgeregt auf ihn einredeten. Es war aber auch ein wirklich gütiger Nikolaus mit vielen Geschenken, ein Nikolaus, vor dem sich niemand fürchten musste.
Wir hingegen konnten uns mit Getränken und Kuchen verwöhnen lassen. Keiner von uns brauchte einen Finger krumm zu machen. Wir konnten uns ganz unseren Gesprächen hingeben. Eine Oase des Wohlbefindens inmitten der vorweihnachtlichen Hektik. Und das war dann genau der Punkt, an dem wir innehielten. Das müssen wir öfter machen! Das fehlt uns! Gemeinsame Aktionen des Abschaltens. Und da gibt es viele Möglichkeiten. Der Kreis der sich hier getroffen hat wird sich auch in 2015 treffen. Vielleicht sind dann einige neugierig geworden und kommen hinzu?

Reimund Schultes
AB -Leiter Generation 55plus

 

09.11.2014: Benefiz-Konzert

Musik und Kunst für die Josef-Neumann-Stiftung

Benefiz-Veranstaltung zur Unterstützung des Kreuzbund e.V.

„Musik und Kunst“ –  unter diesem Motto fand am 09. November 2014 in Bocholt das erste Benefiz-Konzert zugunsten der Josef-Neumann-Stiftung statt. Mit rund 180 Besuchern aus  Bocholt und Umgebung waren die Reihen der Aula des St. Josef Gymnasiums  gut gefüllt. Nach der Eröffnung durch Andrea Stollfuß, Bundesvorsitzende des Kreuzbundes, richteten  Silke Sommers, stellvertretende Landrätin, Elisabeth Kroesen, stellvertretende Bürger-meisterin sowie Dr. Kai Schmidt, Leiter des Vinzenz-Hospital Rhede, Grußworte an die Konzertbesucher.

Andreas Kamps präsentierte mit dem Blasorchester Rhede ein buntes musikalisches Programm. Ein Höhepunkt des Nachmittags war der Gastauftritt von Camilla Daum. Die Bocholterin nimmt derzeit am Wettbewerb „Voice of Germany 2014“ teil und begeisterte das Publikum mit dem Song „Skyfall“ aus dem gleichnamigen  James Bond-Film.

Doch neben Musik gab es auch noch Kunst. Eine  Bilderausstellung in der Aula verlieh der gesamten Veranstaltung einen besonderen Rahmen, denn die Bilder stammten ausschließlich von Künstlern aus der Sucht-Selbsthilfe des Kreuzbundes. Die Bilder zeigten, dass Kreativität und künstlerisches Gestalten zur Bewältigung einer Suchterkrankung hilfreich und heilsam sein können.

Die Veranstaltung war ein schöner und erster Erfolg, da sie für den Kreuzbund und die Josef-Neumann-Stiftung sowohl öffentlichkeitswirksam war als auch  ca. 1400 € eingebracht hat.

 

 

 

 

 

 

Josef-Neumann-Stiftung
Andrea Stollfuß

 

08.09.2014: Qualifizierung und Weiterbildung

Update für erfahrene Gruppenleiter/innen in der Suchtselbsthilfe 2014

Nach mehrjährigen Erfahrungen in der Leitung von Selbsthilfegruppen stellt sich die Frage nach neuen Themen und Methoden. Der Grad der Veränderungsbereitschaft in einer Selbsthilfegruppe wird bestimmt von den Menschen, die perspektivisch denken und dies miteinander kommunizieren.

Wir bieten eine Fortbildungsreihe für Gruppenleiter/innen an, die sich neuen Herausforderungen in der Suchtselbsthilfe stellen und angemessen reagieren wollen.Das Kursangebot ist auf 8 Termine in 2014 begrenzt und baut auf einer Gruppenleiterpraxis /- erfahrung auf.

30.05.2014: Der Kreuzbund hat eine neue Spitze

Neuwahl des Bundesvorstandes auf der Bundesdelegiertenversammlung

Freising/Hamm, 19. Mai 2014: Der Kreuzbund, der größte deutsche Sucht-Selbsthilfeverband Der neue Vorstandmit rund 13.000 Mitgliedern, hat auf seiner 17. Bundesdelegiertenversammlung vom 16. bis 18. Mai 2014 in Freising einen neuen Bundesvorstand gewählt. Andrea Stollfuß (56) aus Bonn ist mit einer satten Mehrheit von 81 der insgesamt 93 Stimmen in ihrer Funktion als Bundesvorsitzende bestätigt worden. Die ehemalige Krankenschwester hatte das Amt vor drei Jahren übernommen.

Auch der stellvertretende Bundesvorsitzende Paul-Michael Leißner (59) aus Berlin ist für weitere drei Jahre wiedergewählt worden. Er ist gleichzeitig Leiter des Arbeitsbereichs “Öffentlichkeitsarbeit“. Neu im Vorstand sind die beiden stellvertretenden Bundesvorsitzenden Gerhard Iser (52) aus Heppenheim und Franz Kellermann (61) aus München.

Bild: der neue Bundesvorstand

Wichtigste Aufgabe des neuen Bundesvorstandes ist die Entwicklung und Umsetzung der Agenda 2020. In diesem strategischen Konzept soll dargestellt werden, wie sich der Kreuzbund den wandelnden Anforderungen im Sucht-Selbsthilfebereich anpassen kann und wie er sich positionieren will. Hintergrund ist der anhaltende Mitgliederschwund in der Sucht-Selbsthilfe. Der Kreuzbund hat in den vergangenen zehn Jahren fast 2.000 Mitglieder verloren.

Um diesem Trend entgegenzuwirken und das Angebot des Kreuzbundes attraktiver zu machen, ist in diesem Jahr zunächst eine Stichproben-Befragung von rund 30 Kreuzbund-Gruppen geplant mit folgenden Inhalten:

  • Welche Bedürfnisse haben suchtbetroffene Menschen? Was erwarten sie von der Sucht-Selbsthilfe und vom Kreuzbund?
  • Welche Zielgruppen sind für uns erreichbar?
  • Was können wir tun, damit die Menschen länger in den Gruppen bleiben? (Zurzeit besuchen sie durchschnittlich sieben Jahre lang eine Gruppe.)
  • Mit wem können wir zusammenarbeiten?
  • Was ist wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit?

Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Zukunftswerkstatt beraten. Auf dieser Grundlage werden dann entsprechende Maßnahmen erarbeitet.

Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

aktualisiert: 12.01.2018
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