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Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft
für Suchtkranke und Angehörige


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Eltern, Singles, Paare

Eltern

Unsere gesellschaftlichen und familiären Strukturen haben sich verändert, die Anforderungen an die Betreuung und Erziehung von Kindern sind sehr komplex geworden und das bedeutet eine große Herausforderung für alle Eltern. Oftmals sind Eltern in ihrer Rolle und Erziehungsaufgabe verunsichert unabhängig davon, ob es eine biographische oder suchtbedingte Vorbelastung gibt oder nicht. Kinder brauchen Freiräume und Grenzen, die Bildungsansprüche wachsen, die materillen Ansprüche der Kinder steigen, der Umgang mit Medien birgt Chancen und Risiken und ebneso sind Über- und Unterforderung, Überbehütung und Verwahrlosung aktuelle Themen.

Eltern mit Suchtproblemen sind oft besonders verunsichert. Die Auswirkungen von Suchtproblemen Erwachsener auf ihre Kinder sind immens groß, werden aber von den betroffenen Eltern aus Scham oftmals verleugnet. Häufig fehlt es an Rollensicherheit und -klarheit als Eltern.  Vor dem Hintergrund möglicher Schuldgefühle und suchtbedingter  "Ausfälle" fehlt vielleicht auch der Mut, sich mit den Fragen zur Elternschaft auseinanderzusetzen.

Grundsätzlich stellen sich jeder Familie die Fragen zur Elternschaft , ob vorbelastet oder nicht. Hier möchte der Kreuzbund insbesondere belastete Familien ermutigen ins Gespräch zu kommen, um die Eltern in ihrer Rolle als Mutter und Vater sowie als Familie zu stärken. Denn Kinder wünschen sich auch selbstbewusste, verlässliche  und starke Eltern.

Singles

Auch Singles haben ihren Platz im Kreuzbund. Etwa 29 % der Gruppenbesucher im Kreuzbund sind allein lebend, davon 16,5% Männer und 12,5% Frauen. Sie leben aus den unterschiedlichsten Gründen alleine. Manche sind schon älter und verwitwet, manche haben sich vom Partner getrennt und manche wechseln ihre „Lebensabschnittspartner“ und sind noch auf der Suche.

Einsamkeit ist ein ernst zunehmender Stressfaktor, der Menschen anfällig für Erkrankungen macht. Ein gutes soziales Netzwerk hat eine (be)schützende Wirkung in Belastungssituationen. So kann die Zugehörigkeit zu einer Selbsthilfegruppe der Vereinsamung und Suchtmittelrückfälligkeit von allein lebenden Menschen vorbeugen.

Egal, ob Sie bewusst oder unfreiwillig alleine leben, im Kreuzbund können Sie zwischenmenschliche Verbundenheit erfahren, die für jeden wichtig ist, um die eigene Lebensfreude und Gesundheit zu erhalten.

Paare

In Deutschland liegt in jeder 12. Familie dauerhaft ein behandlungsbedürftiges Alkoholproblem (Missbrauch oder Abhängigkeit) vor. Diese Tatsache wirkt sich natürlich auch auf die Beziehungsdynamik von Paaren aus. Die Beziehungen, in denen ein Partner suchtkrank ist, sind in der Regel von Höhen und Tiefen, Hoffnungen und Enttäuschungen geprägt, sie müssen manche Zerreißproben überstehen. Nicht selten hält eine Beziehung die Belastungen einer Sucht nicht aus und scheitert. Auch wenn die akute Sucht überstanden und eine eventuelle Therapie erfolgreich abgeschlossen ist, braucht es viel Zeit, bis ein Paar wieder gemeinsam vertrauensvoll nach vorne schauen kann. Besonders der chronische Verlauf einer Suchterkrankung mit möglichen Rückfällen macht es so schwer, dass das Vertrauen in die Partnerschaft wieder gestärkt und ein offener und ehrlicher Umgang möglich wird.

Wie die hohen Scheidungsraten zeigen, birgt das Leben für alle Paare auch ohne die Belastung einer Suchterkrankung sowohl Freude, Nähe und Geborgenheit wie auch Leid, Entfremdung mit entsprechenden seelischen Nöten und Ängsten.

Beziehungsthemen in allen Facetten spielen auch in der Suchtselbsthilfe eine große Rolle. Verliebtheiten, Trennungen, Co-Verhalten, Konfliktsituationen bekommen im Gruppenalltag viel Raum und Aufmerksamkeit. Wir sehen in der Suchtselbsthilfe auch eine besondere Verantwortung, sich dieser Thematik aufmerksam zuzuwenden.

Wir beziehen nicht suchtkranke Partner/innen aktiv in die Gruppenarbeit ein und fördern den Austausch über "Paarbeziehungen" rund um die Sucht.

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Ansprechpartner für den Bereich Angehörige und Familie:

 

 

 

 


Wilfried Denkert
E-Mail an Wilfried Denkert

aktualisiert: 19.09.2018
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